Praxis statt Planspiel – die Schüleragenturen im Fachbereich Druck-Medien starten wieder
- 27. August 2026
- Helmar Grau
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Mit Beginn des neuen Schuljahres starten im Fachbereich Druck- und Medientechnik am BSZ Bau und Technik Dresden auch die Auszubildenden des dritten Lehrjahres wieder in ihre anspruchsvollen Projektarbeiten.
Dabei geht es um weit mehr als klassische Unterrichtsaufgaben: Die angehenden Mediengestalterinnen und Mediengestalter sowie Medientechnologinnen und Medientechnologen organisieren sich in eigenen Schüleragenturen und bearbeiten Projekte unter möglichst realistischen Bedingungen. Von der ersten Anfrage über Konzeption und Gestaltung bis hin zur technischen Umsetzung und Produktion übernehmen die Auszubildenden Verantwortung für den gesamten Entstehungsprozess eines Medienproduktes.
Aus einer Aufgabenstellung wird ein echter Auftrag.
Die Projektteams entwickeln ein eigenes Erscheinungsbild für ihre Agentur, organisieren die Zusammenarbeit und setzen anschließend unterschiedliche Medienprojekte um. Dabei müssen Anforderungen analysiert, Kundengespräche geführt, Ideen entwickelt, Entwürfe präsentiert und schließlich die vereinbarten Medienprodukte produziert werden.
Die Bandbreite reicht von klassischen Printprodukten über digitale Medien und Websites bis hin zu technisch anspruchsvollen Aufgabenstellungen rund um moderne Produktionsprozesse.
Ein Teil der Projekte beschäftigt sich mit Themen direkt aus unserem BSZ. So entstanden beispielsweise ein Schulkochbuch mit Rezepten unserer Lehrkräfte sowie die Programmierung eines schulinternen Druckworkflows, der den Weg von der gelieferten Datei bis zum fertigen Druckprodukt abbildet.






Besonders spannend wird die Projektarbeit jedoch durch die Zusammenarbeit mit realen externen Auftraggebern. Dazu gehören gemeinnützige Vereine und Initiativen ebenso wie Schulen, Kommunen und andere sächsische Einrichtungen. Für die Auszubildenden im 3. Ausbildungsjahr bedeutet das: Anforderungen kommen nicht nur von einer Lehrkraft, sondern von einem tatsächlichen Kunden, der am Ende ein funktionierendes und professionell gestaltetes Produkt erwartet.
In den vergangenen Jahren entstanden auf diese Weise unter anderem Medienprodukte für die Stadttauben-Initiative Dresden e. V., eine Website für die Cheerleader des United Cheer X-plosion e. V. (UCX) sowie verschiedene Werbemittel für Wacker 90 Leuben e. V. und Gerede e. V.










Die Projektarbeit verbindet damit viele Bereiche, die den späteren Berufsalltag bestimmen: Kundenkommunikation, Konzeption, Gestaltung, Programmierung, Druckvorstufe, Produktion, Projektmanagement und Teamarbeit. Gleichzeitig lernen die Auszubildenden, ihre Entscheidungen gegenüber Auftraggebern zu begründen, auf Änderungswünsche zu reagieren und Termine und technische Vorgaben einzuhalten.
Dabei arbeiten die Auszubildenden von Beginn an mit professioneller Branchensoftware wie Adobe Creative Cloud, Figma und awork. Die entsprechenden Lizenzen stellt das BSZ für die gesamte dreijährige Ausbildungszeit zur Verfügung – so werden die angehenden Mediengestalterinnen und Mediengestalter nicht nur fachlich, sondern auch im professionellen Umgang mit den Werkzeugen ausgebildet, die sie später im Berufsalltag einsetzen.
Zum Abschluss präsentieren die Schüleragenturen ihre Ergebnisse vor den Auftraggebern, Lehrkräften und den Auszubildenden der jüngeren Lehrjahre.
Auch im Schuljahr 2026/27 heißt es deshalb wieder: Agenturen gründen, Kunden kennenlernen, Ideen entwickeln – und aus einer Aufgabenstellung ein reales Medienprodukt entstehen lassen.
Wir sind gespannt, welche kreativen Ideen unsere Schüleragenturen in diesem Jahr umsetzen werden.