Vermessungstechniker / Vermessungstechnikerin
Ein technisch-mathematischer Beruf mit Tradition stellt sich vor!
 Außendienst - Messen im Gelände
Mit Hilfe von Vermessungen wird unsere reale Welt mit Maß und Zahl beschrieben und abgebildet. Sie dienen der Aufstellung und Laufendhaltung (Fortführung) amtlicher Nachweise und Kartenwerken und sie bilden eine wichtige Grundlagen der modernen Bautätigkeit, sowohl in der Vorbereitungsphase als auch während des Bauens.
Vermessungstechniker ist ein äußerst vielseitiger Beruf, welcher handwerkliches Können und Hochtechnologie in sich vereint. In Bezug auf die Eigentumssicherung an Grundstücken müssen Karten, Risse und Messverfahren, die bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreichen können, richtig eingeschätzt, interpretiert und für tägliche Arbeit genutzt werden. Die heutigen Mess- und Auswertemethoden werden dagegen vom Einsatz modernster Messinstrumente (elektronische Tachymeter), Satellitenmessverfahren (GNSS = global navigation satellite system, z.B. GPS, GALILEO), Laserscanning, Internet, geographischen Informationssystemen u.a. zunehmend bestimmt. Nicht nur durch die Anwendung dieser vielseitigen Technologien gewinnt der Beruf seinen eigenen, unverwechselbaren Reiz, sondern auch durch die Tätigkeit an ständig wechselnden Messorten sowie einem abwechslungsreichen Umgang mit Menschen.
In kaum einem anderen Beruf hat der einzelne Berufsträger so viel Entscheidungsmöglichkeit und persönliche Verantwortung zur Lösung der gestellten Arbeitsaufgabe.
Die örtlichen Vermessungsaufgaben finden im Außendienst statt, die Auswertungen der Messungen erfolgen vielfach im Büro unter Verwendung von Computern.
Welche Voraussetzungen sollten Sie mitbringen?
Zur Bewältigung der anspruchsvollen Ausbildung sollten Sie gute Leistungen in Mathematik, Physik und eine gute sprachliche Ausdrucksfähigkeit besitzen. Neigungen zu exakter und systematischer Arbeit und ein Interesse an historischen Karten und Instrumenten, Technikentwicklung und Computern erleichtern den Berufseinstieg. Sie sollten über gute Gesundheit, normale Körpergewandtheit und räumliches Vorstellungsvermögen sowie Geschicklichkeit beim Umgang mit Präzisionsmessinstrumenten verfügen. Teamfähigkeit, Leistungswille und Engagement sind wie in jedem anderen Beruf gefragt. Der Beruf ist für Mädchen und Jungen gleichermaßen geeignet.
Ausbildung, Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre. In einer praktischen Ausbildung werden sie im Ausbildungsbetrieb, z.B. einem Vermessungsbüro oder einem Vermessungsamt arbeiten und lernen. Blockweise nehmen Sie in Landesfachklassen am theoretischen Berufsschulunterricht in Dresden teil. Es gibt eine Zwischen- und die Abschlussprüfung. Nach erfolgreichem Abschluss der Berufsausbildung können Sie eine einjährige Ausbildung im mittleren vermessungstechnischen Verwaltungsdienst anstreben (momentan ausgesetzt). Liegt eine Fachhochschulreife oder allgemeine Hochschulreife vor oder wird diese nachgeholt, kann ein Studium zum Diplomingenieur oder Bachelor/Master der Fachrichtung Geodäsie, Geoinformatik oder Vermessungswesen an einer Fachhochschule oder Universität absolviert werden.
Berufsaussichten
Vermessungstechniker arbeiten heute
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in Bundes- und Landesbehörden und Kommunalverwaltungen, z.B. in den Vermessungsabteilungen der Landratsämter, den Wasser- und Schifffahrtsämtern des Bundes, im Staatsbetrieb für Geobasisinformation und Vermessung, Städtischen bzw. Stadtvermessungsämtern
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bei Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren und in privaten Vermessungs-, Ingenieur- oder Projektierungsbüros
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in den Vermessungsabteilungen großer Baubetriebe und den Betrieben der Ver- und Entsorgung,
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bei der Deutschen Bahn AG u.a.
Die Berufschancen der Vermessungstechniker hängen von den persönlichen Leistungen und Fähigkeiten jedes Einzelnen ab. Wirtschaft und Bevölkerung werden immer Vermessungstechnikerleistungen benötigen.
 Ergebnis Innendienst - Auswertung mit Computern
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